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Tipps für den Vertragsabschluss

Verträge macht man in guten Zeiten – als Stütze und Versicherung für schlechte Zeiten. Kommt es zu einer Beauftragung, müssen Dienstleister und Grundstückseigentümer die Auftragserteilung in einem Vertrag schriftlich festhalten. Die folgenden Punkte sollten Sie dabei beachten – zum Schutz des Grundstückseigentümers und zum Schutz der Dienstleister gleichermaßen.

Qualitätsarbeit ist Teamarbeit

Auch ein Dienstleister kann nur langfristig gute Arbeit leisten, wenn seine Rechnungen in einer angemessenen Zeit beglichen werden und beide Seiten sich zuverlässig an vereinbarte Termine und Vertragsparameter halten.

Angebot

Der Auftragnehmer erstellt dem Auftraggeber ein schriftliches Angebot.

Vertrag

Zwischen dem Auftraggeber und dem Auftragnehmer wird ein schriftlicher Vertrag geschlossen.

Zusätzliche Leistungen

Bei der Bemessung der Leistung gehen Auftraggeber und Auftragnehmer gemeinsam davon aus, dass der Umfang der Arbeiten den Rahmen der im Angebot preislich ausgewiesenen Leistungen nicht übersteigt. Bei zusätzlichen Aufgaben aufgrund örtlicher Feststellungen bei der Auftragsdurchführung sind die Vertragsparteien verpflichtet, eine neue Vereinbarung zu treffen.

Pflichten des Auftragnehmers

Die Erbringung der Leistungen durch den Auftragnehmer erfolgt nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik unter Beachtung aller zum Zeitpunkt der Leistungserbringung gültigen Vorschriften.

Pflichten des Auftraggebers

Der Auftraggeber stellt dem Auftragnehmer auf Anforderung alle ihm vorliegenden für die Erbringung der Leistung benötigten Unterlagen und Daten zur Verfügung.

Vergütung

Der Auftragnehmer erhält für die Erbringung einer vertraglich vereinbarten Leistung eine Vergütung, jeweils zuzüglich der gesetzlichen Steuer. Die Abrechnung erfolgt mit gesonderter Rechnung nach erbrachter Leistung.

Rechnungsstellung

Die Rechnungsstellung erfolgt nach Abnahme der Leistung durch den Auftraggeber.

Zahlung

Rechnungsbeträge sind spätestens 14 Werktage nach Rechnungsstellung anzuweisen, soweit nicht im Einzelfall ein abweichendes Zahlungsziel vereinbart wurde.

Fristüberschreitung

Auftraggeber und Auftragnehmer vereinbaren einvernehmlich feste Termine für die Erbringung der Leistung. Kann ein Termin nicht wahrgenommen oder eine Terminzielvorgabe nicht gehalten werden, unterrichtet der Auftragnehmer den Auftraggeber hierüber unverzüglich und unter Nennung von Gründen.
Ist ein Terminverzug vom Auftraggeber oder von einem von ihm beauftragten Dritten verschuldet, ist der Auftraggeber hierfür in vollem Umfang verantwortlich und muss dafür Sorge tragen, dass dem Auftragnehmer durch die Verzögerung keine Nachteile (insbesondere finanzieller Art, etwa durch unerwarteten Leerlauf etc.) entstehen.

Abnahme

Der Auftragnehmer muss dem Auftraggeber die erbrachten Ergebnisse seiner Arbeit und die Ausführungen derselben (nach den Mustern des SAL) zur Abnahme vorlegen und ihm die darin enthaltenen Inhalte bei Nachfrage vor Abnahme in für den Auftraggeber verständlicher Form zu erklären.

Gewährleistung

Ist das vom Auftragnehmer geleistete Werk mangelhaft, kann der Auftraggeber eine kostenfreie Nachbesserung verlangen. Fällt dem Auftraggeber oder der zuständigen Gemeinde (in Lünen: dem SAL) ein Mangel an der Arbeit des Auftragnehmers auf, muss der Auftraggeber dem Auftragnehmer diesen Mängel binnen zwei Wochen schriftlich mitteilen und Nachbesserung fordern. Ist eine Nachbesserung nicht möglich, bleibt dem Auftraggeber nur die – in Bezug auf den Mangel anteilige – Kürzung des Honorars.