Sanierung – unerlässliche Voraussetzungen vor dem Startschuss

Ohne Vorbereitung, Gesundheitsschutz und Sicherheit geht es nicht

Eine qualitativ hochwertige Sanierungsausführung ist ohne gründliche Vorbereitung undenkbar. Zu dieser Vorbereitung durch das beauftragte Dienstleistungsunternehmen gehört je nach Wahl des Sanierungsverfahrens:

  • die Hochdruck-Reinigung
  • die Sammlung aller Leitungsstammdaten
  • die Feststellung des baulichen Zustandes der betreffenden Grundstücksentwässerungsanlage.

Generell müssen sämtliche sanierungsrelevanten Schadstellen in Entwässerungsleitungen und Schächten mit entsprechendem Werkzeug- und Maschineneinsatz soweit vorbereitet werden, dass die Sanierungsbereiche die für eine erfolgreiche Reparatur oder Renovierung erforderlichen verarbeitungsfähigen Untergründe aufweisen.

Damit die Sanierung auf Basis zuverlässiger Struktur- und Schadensdaten erfolgen kann, müssen die genannten Arbeiten möglichst zeitnah vor Sanierungsbeginn durchgeführt werden.In jedem Fall sollte die beauftragte Firma vor Sanierungsbeginn die zu sanierende Einheit gereinigt und inspiziert haben, um Lage und Ausmaß der Schadensbereiche, Leitungslängen und seitliche Zuläufe wie Stutzen und Abzweige zu lokalisieren. So wird auch sichergestellt, dass alle einragenden, losen und haftungsmindernden Materialien tatsächlich vollständig entfernt sind und ein sanierungsfähiger Untergrund vorhanden ist.

Je nach Wahl des technischen Sanierungssystems müssen für die Dauer der Sanierungsarbeiten alle Zuflüsse in den Sanierungsbereich unterbrochen und gegebenenfalls umgeleitet beziehungsweise umgepumpt werden, damit der Haftungs- und Verklebevorgang des einzubringenden Sanierungsmaterials und -werkstoffes nicht beeinträchtigt wird. Dies erfordert möglicherweise den Aufbau und den Betrieb entsprechender Wasserhaltungen und kann mit zusätzlichen Kosten für den Grundstückseigentümer verbunden sein.

Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz

Für Arbeiten in und an öffentlichen Abwasseranlagen – wie dem Einstieg in Schächte, in abwasserführende Kanäle oder bei Arbeiten in umschlossenen Räumen – muss ein Erlaubnisschein beim öffentlichen Kanalnetzbetreiber beantragt werden. Anders gesagt: Sie als Grundstückseigentümer dürfen diesen Bereich nicht betreten, Experten und entsprechend qualifizierte Dienstleister hingegen schon.

Sofern vorhanden braucht die von Ihnen beauftragte Firma daher von Ihnen als Kanalnetzbetreiber Angaben über besondere Gefährdungen wie zum Beispiel Einsturzgefahr, Kanalatmosphäre, Abwasserzusammensetzung oder Einsteig- und Fluchtmöglichkeiten. Ungeachtet dessen muss Ihr Dienstleister natürlich selbst dafür Sorge tragen, dass er die einschlägigen Sicherheitsbestimmungen, Unfallverhütungsvorschriften, die Straßenverkehrsordnung oder besondere Anweisungen des Auftraggebers, öffentlicher Verkehrsträger und anderer Institutionen beachtet und die Anforderungen an Arbeits- und Gesundheitsschutzvorkehrungen erfüllt. Hierzu zählt insbesondere die Vorhaltung und Bereitstellung der erforderlichen Rettungsgeräte, Gasmesswarngeräte sowie Geräte für den Atemschutz nach den Unfallverhütungsvorschriften.

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